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Abendmahl

Abendmahl mit Kindern feiern

Ältere Gemeindeglieder erinnern sich noch sehr genau: zum Abendmahl wurden sie erstmals bei ihrer Konfirmation „zugelassen“. Das hat sich geändert: Heute können auch Kinder am Abendmahl teilnehmen. Die Synode unserer Landeskirche hat 1979 den Beschluss gefasst: Kinder sind beim Abendmahl dabei. Wie kam es dazu?

Es ist die biblische Grundlage, die die Kirche dazu bewogen hat, die traditionelle Abendmahlspraxis zu überdenken.

Wenn Kinder durch die Taufe zur Gemeinde zählen, ist es nur konsequent, sie am Abendmahl teilnehmen zu lassen. Da die Konfirmation die Bestätigung der Taufe ist, macht es keinen Sinn, sie mit einer erstmaligen Abendmahlszulassung zu verbinden.

Der ursprüngliche Charakter der Mahl-Feier ist die Freude über den auferstandenen Christus und die Vorfreude auf sein Wiederkommen. Bei solchem Gemeinschaftsmahl gehören die Kinder natürlich dazu.

Im Laufe der Kirchengeschichte veränderte sich die Abendmahlspraxis. Um einen würdigen Ablauf zu gewährleisten sollten sich die Gläubigen durch eine vorausgehende Beichte auf die Teilnahme am Heiligen Mahl vorbereiten. Glaubensbekenntnis und Zuspruch von Vergebung traten stärker in den Vordergrund. Von daher leitet sich bis heute das Verhalten der Gottesdienstbesucher bei der Abendmahlsfeier ab – Ernst und Stille.

Kinderabendmahlskelch der Kinderkirche

In der weiteren Geschichte werden die Elemente Brot und Wein immer mehr in den Mittelpunkt der Abendmahlsfrömmigkeit gestellt. Die ursprüngliche Form des Mahles: das Brotbrechen und Teilen als Zeichen der Glaubensgemeinschaft trat gegenüber der Praxis der Austeilung der Hostie durch die Amtsperson an das jeweilige Individuum stark zurück. In der katholischen  Kirche wurden so Hostie und Wein selbst zum Gegenstand der Verehrung.

Durch sie sollte Christus als gegenwärtig erfahren werden.

Um dieses zunehmend komplizierte Ritual noch verständlich machen zu können, sollte der Teilnahme am Abendmahl eine entsprechende Unterweisung vorausgehen.

Die Bedeutung des Abendmahls wurde abhängig von Wissensvermittlung. Von daher schien der Ausschluss der Kinder vom Heiligen Mahl  sinnvoll.

Durch die Rückbesinnung auf das biblische Zeugnis wurde nun diese Sichtweise korrigiert. Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“ Er segnete sie und machte damit deutlich, übrigens gegen den Widerstand seiner Jünger, dass wir die Kinder nicht ausschließen dürfen von den Gaben Gottes.

Und so geht es heute bei unserer Abendmahlspraxis darum, Kinder liebevoll in die Gemeinschaft der Feiernden mithineinzunehmen, sie nicht auszuschließen von der leiblichen Erfahrung der Gegenwart Gottes, auch wenn sie die mystische Erfahrung, Christi Leib zu sein, noch nicht bewusst erleben können, bekommen sie doch so eine Ahnung von der Verbundenheit der Christen, die auf anderen Kriterien basiert, als das sonst im Leben passiert. Mit anderen Worten: dass es außer der kleinen Familie auch noch eine größere Gemeinschaft gibt, zu der man gehören kann und in der man aufgenommen wird, egal wie und wer man ist, was man hat oder kann, wie man aussieht oder wie alt man ist. Allein der Glaube zählt.


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letzte Änderung: 31.05.2010