Willkommen bei der Kirchengemeinde Nordwohlde

Herzlich willkommen in der
Kirchengemeinde Nordwohlde

Unbenannte Seite

Gliederung und Form des Gottesdienstes

Der Gottesdienst ist nicht zwingend an einen bestimmten Raum noch an bestimmte Zeiten gebunden. Er richtet sich einerseits nach der lange gewachsenen Glaubenstradition, andererseits nach den Erfordernissen der jeweiligen Zeit oder Anlass.

Für den Gottesdienst der versammelten Gemeinde stehen bestimmte Formen zur Verfügung. Den Ablauf des Gottesdienstes nennt man die Liturgie. So kann der Gottesdienst in folgende Teile gegliedert werden:

Introitus

Der Gottesdienst wird nach einem Orgelvorspiel und der Begrüßung durch die oder den Gottesdienstleiter oder –leiterin mit den Worten eröffnet: „Wir beginnen diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.“  Dann begrüßen Pastor/in und Gemeinde sich gegenseitig in gesungener Form mit den Worten: „ Der Herr sei mit euch…“ – „…und mit deinem Geist.“

Psalmgebet

Oft wird auch am Anfang gemeinsam oder im Wechsel ein biblisches Gebet gesprochen. Die alten Bitt- und Danklieder (Psalmen) des Volkes Israel sind zu unseren Gebeten und Liedern geworden und erinnern uns an die lange Geschichte des Gottesvolkes bis heute.

Kyrie und Gnadenverkündigung

Die Bitte um Hilfe oder um Vergebung wird mit den griechischen Worten„Kyrie eleison“ am Ende einer jeden Bitte gesungen. Das heißt auf deutsch: „Herr, erbarme dich.“ In der Bibel wird bei Mattäus 20, 29-34 erzählt, dass zwei Blinde Jesus mit diesen Worten um Hilfe baten. Mit ihnen können auch wir darum bitten, dass uns im Leben und im Gottesdienst immer wieder die Augen geöffnet werden. Darauf folgt die Gnadenverkündigung und ein Lobpreis: „Ehre sei Gott in der Höhe…“ – „…und auf Erden Frieden!“

Schriftlesungen

Aus der Bibel werden meist zwei Texte verlesen. Zunächst wird ein Abschnitt aus den Briefen der Apostel vorgelesen, die sogenannte Epistel . Die Gemeinde antwortet mit einem dreifachen gesungenen „Halleluja“ (dieses Wort kommt aus der hebräischen Sprache und heißt: „Lobt Gott“). Als zweiter Text wird ein Abschnitt aus den Evangelien (Markus, Mattäus, Lukas oder Johannes) gelesen. (Das Wort „Evangelium“ heißt „gute Nachricht“).

Glaubensbekenntnis

Die Gemeinde spricht im Gottesdienst gemeinsam das Glaubensbekenntnis, um die Gemeinschaft im Glauben zum Ausdruck zu bringen. Am häufigsten findet das sogenannte Apostolische Glaubensbekenntnis Verwendung, das unseren Glauben an den Dreieinigen Gott zusammenfasst.

Predigt

Die Gemeinde hört das Wort Gottes und die biblische Botschaft für die mit diesem Sonntag beginnende Woche.

Kollekte

Schon seit alter Zeit gehörte zum Gottesdienst eine Sammlung von Erntegaben oder Geld, um damit die Dankbarkeit gegen Gott auszudrücken und um anderen, meist diakonische Einrichtungen, zu helfen. Unser „Dankopfer“ ist also konkrete Hilfeleistung und somit Ausdruck unserer Solidarität und Mitverantwortung für andere Menschen.

Fürbittengebet

Die Gemeinde wird sich ihrer Verantwortung für andere Menschen bewusst, indem sie im Gebet für sie eintritt.

Vaterunser

Dieses gemeinsame Gebet aller Christen wird in jedem Gottesdienst miteinander gebetet. Jesus selbst hat es seinen Jüngerinnen und Jüngern beigebracht. Mit der Anrede „Vater“ wird das liebende Vertrauen zu Gott ausgedrückt. Das Wort „unser“ verbindet die Menschen in der Glaubensfamilie.

Abendmahl

Nicht in jedem Gottesdienst findet in der evangelischen Kirche eine Abendmahlsfeier statt. In unserer Gemeinde wird das Abendmahl an jedem ersten Sonntag im Monat und an Gründonnerstag, Karfreitag, Konfirmation (auch Goldene, Silberne oder Diamantene Konfirmation), Pfingstsonntag, Ewigkeitssonntag und an Silvester gefeiert.

Die Abendmahlsfeier hat eine eigene gesungene Liturgie, in der sich Pastor/in und Gemeinde abwechseln. Bei jeder Abendmahlsfeier werden kurz vor der Austeilung die Einsetzungsworte Jesu gesprochen, die uns durch die Bibel überliefert worden sind.

Segen

Am Ende des Gottesdienstes wird der Segen gesprochen. Meistens wird der Wortlaut des Bibeltextes von 4. Mose 6,24-26 verwendet, der sogenannte Aaronitische Segen. Beim Segen wird dem Menschen Gottes Hilfe und Schutz hörbar geschenkt.

Lieder

Durch den ganzen Gottesdienst hindurch singt die Gemeinde Lieder, die zum jeweiligen Tag des Kirchenjahres und zum Thema des Gottesdienstes passen.

Gemeinschaft

In diesem kleinen Gang durch die Gottesdienstliturgie wird klar, dass der Gottesdienst Ausdruck der Gemeinschaft der Gläubigen ist. Der Apostel Paulus betont oft in seinen Briefen an die Gemeinden, die er ins Leben gerufen hat und betreut, dass die Gemeinde wie ein Körper sein soll, von dem jeder ein Teil ist. Kein Teil ist wichtiger als der andere und erst zusammen machen die einzelnen Teile einen Sinn. Gemeinschaft aber entsteht dadurch, dass alle einzelnen Menschen die Gebete und Lieder kennen und mitsingen und –beten. Wer nur ein- oder zweimal im Jahr zum Gottesdienst geht, fühlt sich nicht wie ein Teil eines Ganzen, sondern als Fremder, als Beobachter. Wer aber regelmäßig Teil nimmt, der macht noch ganz andere Erfahrungen. Unter anderen: er oder sie kann in irgendeiner christlichen Kirche in diesem Land oder in der Welt ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Zuhauses bekommen, weil er viele Elemente kennt, mitsingen und –beten kann.


Kommentare zu dieser Website bitte an: Kirchengemeinde Nordwohlde

Impressum


letzte Änderung: 15.05.2010